Objekt des Monats Mai im Museum: Arbeitsordnung der Wilke-Hutfabrik

Arbeitsordnung der Wilke-Hutfabrik
Arbeitsordnung der Wilke-Hutfabrik

Im Monat Mai war das „Objekt des Monats“ im Stadt- und Industriemuseum die Arbeitsordnung der Hutfabrik von C. G. Wilke. Sie stammt vom 15. Dezember 1908. Dieses Dokument war für Arbeitnehmer und Arbeitgeber rechtsverbindlich. Sie beinhaltet Ausführungen über Arbeitsaufnahme, Auflösung des Arbeitsverhältnisses, Arbeits- und Ruhetage, Arbeitszeit, Verhaltensmaßregeln während der Arbeitszeit, Betriebsvorschriften, Lohnberechnungen und Lohnzahlungen, Ordnungsstrafen, Arbeitsausschluss

Unter dem Abschnitt „Arbeitszeit“ ist folgendes zu lesen:

Die Arbeitszeit dauert für sämtliche Meister, männliche, weibliche und Jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen von 7 Uhr früh bis 6 Uhr abends.

Allgemeine Frühstückspause ¼ Stunde von 9 – 9.15 Uhr

Allgemeine Vesperpause ¼ Stunde von 4 – 4.15 Uhr

Allgemeine Mittagspause 1 ½ Stunde von 12 – 1.30 Uhr

Nur während der letzteren sind die Fabrikräume geschlossen und die Speiseräume geöffnet.

Ich erwarte in dieser Verkürzung der Arbeitszeit eine umso größere Pünktlichkeit, insbesondere auch von meinen Meistern. Wem durch die Kontrolluhren eine Verspätung von 5 und mehr Minuten nachgewiesen wird, zahlt für jeden Verspätungsausfall 10 Pfennige an die Krankenkasse.

Die Meister sollen die ersten und die letzten in der Fabrik sein.

An Sonnabenden, sowie an den Tagen vor den gesetzlichen Festtagen endet die Arbeitszeit um 4 ¾ Uhr nachmittags. Eine Vesperpause findet an diesen Tagen nicht statt. Wöchnerinnen dürfen den gesetzlichen Bestimmungen gemäß während 6 Wochen nach ihrer Niederkunft nicht beschäftigt werden.

Eine Vermehrung oder Verminderung der regelmäßigen Arbeitszeit ist statthaft und wird durch Anschlag bekannt gegeben.
Beginn und Ende der Arbeitszeit wird durch die Dampfpfeife angezeigt.

Wer mehr über den Inhalt erfahren möchte, kann dies in einer Kopie nachlesen, die im Tresen-Bereich für Besucher des Museums zur Verfügung gestellt wird.

Alle Besucher des Museums können dieses Objekt bewerten, indem sie Ihre Meinung und ihre Gedanken dazu äußern. Vielleicht hat jemand auch eine Geschichte dazu – die Mitarbeiter würden sich darüber freuen. Am Ende des Jahres wählen die Museumsbesucher dann aus den jeweiligen „Objekten des Monats“ das „Objekt des Jahres“. Und natürlich winkt hierfür auch ein Preis.

Quelle und Foto: Stadt Guben

Wie weiter mit dem Busverkehr im Landkreis Spree-Neiße?

Regionalbus im Landkreis Spree-Neiße, Copyright: Frank Gutschmidt
Regionalbus im Landkreis Spree-Neiße, Copyright: Frank Gutschmidt

Grit-Maren Pfitzmann-Graßhoff von der Kreisverwaltung und Ralf Günzel von der Firma Proziv, präsentierten  im Landratsamt vor dem Wirtschaftsausschuss den neuen Nahverkehrsplan 2012 bis 2016. „Es ist uns gelungen, das Angebot nicht nur zu halten, sondern an einigen Stellen sogar auszubauen“ erklärten beide Akteure einstimmig.

Besonders stolz sind  beide auf die Erfolge des  im Jahre 2007 eingeführten Spree-Neiße-Takt. Hier verkehren von Montag bis Freitag  auf ausgesuchten Bus-Linien (z.B.  800 Hoyerswerda – Cottbus, 877 Cottbus – Guben , 851 Cottbus – Döbern – Forst (Lausitz)) Omnibusse jede Stunde einmal in jede Richtung.

Ralf Günzel von der Firma Proziv einem Planungsbüro für öffentlichen Personennahverkehr erklärte aber auch: „Das Angebot stößt an Wochenenden und Feiertagen an seine Grenzen“. Ein möglicher Grund dafür ist die schwache Nutzung und der immer noch anhaltende demografische Wandel durch Wegzug aus dem Landkreis.

Als wichtigste Aufgabe neben dem Erhalt der vorhandenen Linien steht die Verbesserung der Fahrgastinformation und der Nutzungsmöglichkeit für Mobilitätseingeschränkte Personen.  Zukünftig sollen auch bei  Regionalbuslinien und bei  den  Stadtverkehr in Guben, Forst (Lausitz) und Spremberg eine optische und akustische Haltestellenansage eingeführt werden. Auf den Regionalbuslinien sollen Fahrzeuge eingesetzt werden die je nach Fahrzeuggröße einen bestimmten Bereich haben  der ohne Stufen erreichbar sein wird.  Auch sollen älteren Personen und Rollstuhlnutzern die Mitfahrt im Bus durch seitliches Neigen (oder eine Rampe) beim Ein- und Ausstieg ermöglichen werden.

Einen kleinen Wermutstropfen konnten beide Fachpersonen nicht verhindern. Einen möglichen Busverkehr zwischen Guben und Gubin  oder generell mit dem polnischen Nachbarn geben beiden vorerst wegen zu geringer  Nachfrage und im Fall Guben wegen zu kurzer Wege, keine Chance.  Auch eine Anbindung von Lieberose in Richtung Guben und die Einbeziehung  von Steinsdorf und Coschen in das nördliche Busnetz von Guben gaben die Planer wegen zu geringer Fahrgasterwartung keine Chance.

Sollte der Kreistag dem vorliegenden Entwurf zustimmen, wertet der Landkreis seinen  Stadt- und Regionalbuslinien trotz einiger Wermutstropfen erheblich auf.

Höherer Wirkungsgrad senkt CO 2 – Emissionen

Nach zehnwöchiger Revision ist am gestrigen Mittwoch der Block E des Kraftwerks Jänschwalde wieder ans Netz gegangen. Damit konnten die Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden. Seit Mitte März waren an dem Block umfangreiche Wartungs- und Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen worden. Auch Block F befand sich während dieser Zeit für zwei Wochen in Kurzrevision.

Neben zahlreichen Überprüfungen, Verschleißreparaturen sowie Reinigungs- und Ertüchtigungsarbeiten stand vor allem der Austausch der Turbinentechnik im Mittelpunkt. Die Mitteldruckturbine und die Antriebsturbinen für die Kesselspeisepumpen wurden durch modernste Technik ersetzt. Die neuen Turbinen ermöglichen Block E nun eine deutliche Steigerung seines Wirkungsgrades um etwa 2%. Damit wird die spezifische CO 2 -Emission pro erzeugter MWh gesenkt und somit ein wichtiger Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz geleistet. Höherer Wirkungsgrad senkt CO 2 – Emissionen weiterlesen

Herzeigen – Gedichte

Herzeigen - Gedichte, Bonny-Lycen Henze, winterwork-Verlag, Borsdorf
Herzeigen - Gedichte, Bonny-Lycen Henze, winterwork-Verlag, Borsdorf

Inmitten von irdischem Herzflimmern, zwischenmenschlichen Zerwürfnissen und impertinenter Koketterie treffen honigsüße Worte auf beißend unverfrorene Aufrichtigkeit. Die junge Autorin stößt rücksichtslos empathisch in die Hermetik von Herzeigenheiten und zerpflückt sowohl die Liebe als auch die Sprache, die sie sich zueigen macht.

Bonny-Lycen Henze, geboren 1991 in Guben, studierte zunächst Literaturwissenschaft und Philosophie in Dresden bis sie sich ganz und gar herzeigen der Lyrik widmete.

Autor: Bonny-Lycen Henze, Taschenbuch April 2012, 72 Seiten | ca. 12,5 x 19,0 cm, ISBN: 978-3-86468-143-1, Preis: € 10.90, Verlag:  edition winterwork“-Verlag

Bild & Quelle:  winterwork-Verlag,  Borsdorf

Pressestimmen:

Herzeigenheiten einer Ex-Gubenerin, Sarah Werner, 22.05.2012, http://www.lr-online.de/regionen/guben/Herzeigenheiten-einer-Ex-Gubenerin;art1051,3805552

Kindertag in Guben mit vielen kostenlosen Aktionen

Kindertag in Guben
Kindertag in Guben

Alle Kinder aus Guben, Gubin und Umgebung sind am 1. Juni auf den Friedrich-Wilke-Platz (Rathausvorplatz) geladen. Dort warten viele kostenlose Aktionen: Bullenreiten, Kletterwand, Jonglieren lernen, Bungee-Run, Kleinkinderspielplatz, Schminken & Tattoos.

Auch viele Vereine sind mit ihren Angeboten dabei. Beim Stand des KJFZ können Lesezeichen gebastelt werden, auch Fangspiele, Wobbler und der Heiße Draht werden vorbereitet. Eine Schnipseljagd veranstaltet die Heilsarmee, das Netzwerk „Gesunde Kinder“ lädt zum Basteln, mit dem Haus der Familie können Regenmacher und Knautschbälle gebastelt werden, die Jugendfeuerwehr lädt mit Rauchhaus und Lodrian zum Löschen ein, und der 1. FC Guben steht zum Torwandschießen bereit. Die Kita Regenbogen sorgt dafür, dass alle schick geschminkt den Tag bestreiten können. Auch die Gubener Wohnungsgesellschaft (GuWo) ist mit einigen Kinderaktionen dabei.

Jongleure laufen über den Platz und zeigen den Kindern, wie Teller, Keulen und Co. am elegantesten durch die Luft fliegen und auch wieder aufgefangen werden.

Um 16.30 Uhr lädt das Kinderprogramm „MiRashow“ zum Mitsingen, Staunen und Lachen. Es wird in Kooperation mit dem Infopunkt „Aktives Stadtzentrum ermöglicht.

Für alle Kinder, die gern malen, haben wir eine ganz besondere Aktionen vorbereitet: Gemeinsam mit den Kindern aus Guben und Gubin malen wir das längste Bild der Stadt!

Quelle und Abbildung: Stadt Guben