Selbstbewusstsein und Hinterfragen sind der beste Schutz für Ihr Geld

Leider befassen sich viel zu viele Verbraucherinnen und Verbraucher gar nicht mit dem Thema Geld. „Über Geld spricht man nicht“ ist in einigen Bereichen vollkommen in Ordnung, wenn es beispielsweise um das Gehalt eines Kollegen und die damit verbundene Vertraulichkeit geht. Allerdings darf dieses Denkverbot nicht gegenüber Banken, Finanzdienstleistern oder jedem anderen gelten, der von Ihnen eine Zahlung erwartet. Gehen Sie hier professionell vor und lassen sich Kostenvoranschläge geben. Prüfen Sie welcher Wert hinter jeder einzelnen Leistung steckt und wo Sie vielleicht nur die Kulisse oder Imageaktivitäten eines Dritten bezahlen. Unsere Top 5 der Tipps des Umgangs mit Geld:

5. Vorsicht vor falschen Freunden: Geldanlage-Abzocke droht

Beim richtigen Umgang mit Geld achten viele Menschen auf die wöchentlichen Angebote der Supermärkte, nehmen einen Vergleich bei reisepreisen oder Flugpreisen vor, vergessen dabei aber ihr Selbstbewusstsein bei der Geldanlage. Stiftung Warentest, Verbraucherschützer und auch ein Teil der Wirtschaftsjournalisten warnen beinahe einmütig vor zu teuren Geldanlegen. Die eine niedrige Rendite mit sehr hohen Kosten verbinden. Der hohe Bestand an Lebensversicherungen – ein kritischer Bericht hierzu – ist nur zu verstehen, wenn Sie auch die Werbung und den Verkaufsdruck beachten.

Der freundliche „Versicherungsonkel“ oder neu zugezogene „Versicherungs-Spezialist“ grast insbesondere auf dem Land gezielt Vereine und die Nachbarschaft ab. Verdeutlicht aber nicht sein wahres Motiv der Provisionserzielung. Wenn Sie dort etwas abschließen, dann bestehen Sie auf Ihren Rechten und fragen nach den Provisionen. Macht der Versicherungsmakler oder die Agentur dies nicht transparent, dann wird es später sicherlich auch nicht den besten Service geben können. Achten Sie auch darauf, ob eine Versicherung wirklich gesetzlich vorgeschrieben ist (wie die KFZ-Haftpflicht und die gesetzliche Krankenversicherung) oder ob der Versicherungsvertreter mit Ihnen nur spielt, in dem er Formulierungen wie „unabdingbar“, „notwendiger Grundschutz“ oder ein „Stück Sicherheit“ einsetzt. Nicht ohne Grund boomen insbesondere bei der KFZ-Versicherung die Vergleichsportale, die ein effizientes Mittel sind, um Versicherungen günstiger bekommen zu können.

4. Null-Prozent-Finanzierung mit Reue

Egal auf welchem Medium Sie sich die Angebote von Elektronikmärkten, Möbelhäusern oder Autohäusern ansehen: Immer wieder gibt es Sonderaktionen, bei denen eine angebliche Null-Prozent-Finanzierung angeboten wird. Ein teurer Artikel so ganz ohne Foinanzierungskosten, wie kann das sein? Wenn Ihnen das Herschenken einer Finanzeirung ungewöhnlich oder unglaublich vorkommt, dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Im Fall des Autohauses lassen sich die angeblichen Nicht-Kosten für den Kunden vergleichsweise einfach auflösen: Der Händler finanziert gibt den Kredit an eine Autobank weiter und zahlt dafür ein Entgelt. Dass die Preisbereitschaft dann niedriger ist, als wenn Sie als Kunde die Finanzierung selbsrt mitbringen, ist klar. Beim Möbelhaus werden die Kreditzinsen gleich in den Endpreis einkalkuliert, zudem sinken die Hemmschwellen des Kaufs erheblich. Damit werden Möbel statt zu einem langfristigen Gut zu einem Gut, was Sie viel häufiger als eigentlich nötig austauschen. Der Gewinn des Händlers liegt dann im steigenden Umsatz. Bei den Elektronikfachmärkten können Sie am einfachsten selbst vergleichen und werden staunen: Im Online-Angebot der Welt gibt es einige Tipps, wie Sie die Elektronikfachmärkte herunterhandeln können. das wiegt dann schwerer als eine vermeintliche Aktionsfinanzierung, bei der sich der Händler auf der starken Seite fühlt.

3. Wohnung und privates Umfeld: Tabu für Verkaufsveranstaltungen

Sicherlich haben Sie auch schon von diversen Pyramidensystemen, Geschenkkreisen oder der wundersamen Geldvermehrung gehört. Bei vielen setzt hier der natürliche Schutzinstinkt ein, gesundes Misstrauen hilft – ähnlich wie bei Kaffeefahrten auch – die schlimmsten Fehleinkäufe zu vermeiden. Allerdings gibt es auch Unternehmen, die ganz gezielt darauf setzen, dass im privaten Umfeld der Verkaufsdruck erheblich erhöht werden kann. Obwohl einige Fernsehreportagen – wie hier – vor Direktvertrieb zu Hause warnen, werden dort viele Güter zu teilweise doch sehr hohen Preisen angeboten. Das unternehmerische Risiko trägt dabei immer ein Zwischenhändler, der versucht möglichst viele Verkaufsparties zu Hause zu veranstalten. Zum richtigen Umgang mit Geld gehört deshalb die Vereinbarung im Freundeskreis, dass Privataktivitäten grundsätzlich verkaufsfrei sein sollten. Zudem macht der gemeinsame Besuch der nächsten Innenstadt mehr Spaß, als eine mehr oder weniger interessante Verkaufsveranstaltung über sich ergehen zu lassen. Deshalb gilt: Wohnzimmer bleibt Wohnzimmer und wird kein Verkaufszimmer.

2. Exklusiv und Premium: Wirklich oder nur inszeniert?

Schon seit einigen Jahren schützt Sie der Gesetzgeber vor der beliebten, früheren Supermarkt-Abzocke mit wechselnden Packungsgrößen und auch Mogelpackungen. Überall ist der Grundpreis entweder pro Kilogramm oder auch pro Hundert Gramm, 100 Milliliter (=1 Zehntel Liter) zu sehen. Insbesondere Verbraucherinnen geben aber – einmal falsch beraten – Unsummen für Kosmetika aus, deren Ingredienzen nicht wirklich einen dreistelligen Preis pro Liter Hautcréme wert sind. Denken Sie deshalb immer daran, um wie viel besser die Hautcreme, eine Pflegecvreme oder ein Parfüm ist. Dieser Tipp soll auf keinen Fall den Spaß an Schönheit verderben. Allerdings gilt: in den obersten Preisregeionen steigt oftmals nur der Aufwand für Inszenierung, Marketing und die Bewerbung der Produkte. Die Zutatenliste liest sich dagegen ähnlich wie in der mittleren Preislage. Achten Sie deshalb darauf nicht unbedingt in der obersten Preislage einzukaufen. Ähnliches gilt für viele weitere Sortimente wie Nahrungsmittel oder Spirituosen: Selbst der geschulte Gaumen kann einen Rotwein für mehrere Hundert Euro nur schwierig von Preislagen um die 15 oder 30 Euro unterscheiden. Der Grenznutzen des Geldes sinkt dabei erheblich ab. Nehmen Sie deshalb aus diesem Text die Idee der „Produktwelten“ und „Inszenierung“ mit. Gönnen Sie sich etwas Gutes, aber nicht das eine überteuerte, überspitzte Luxusprodukt.

1. Finden in Deutschland Millionen Banküberfälle pro Monat statt?

Wenn Sie durch einen größeren Ort oder eine Stadt fahren, dann wird Ihnen gerade an bekannten Orten und Knotenpunkten schnell bewusst: Es gibt immer weniger Bankfilialen. Wo es früher im Abstand von einem Kilometer mehrere Banken gab, gibt es oftmals gar kein Geldinstitut mehr. Dies liegt an zwei Gründen: Erstens ist die technologische Entwicklung enorm, viele Bankgeschäfte können inzwischen bei gleicher Qualität Online erledigt werden. Darüber hinaus denkt insbesondere so manche Sparkasse, dass ihre Kunden auch bei schlechten Konditionen nicht wechseln würden. Sehen Sie sich die Konditionen der Bank an und vergleichen Sie diese mit einer modernen Internet-Bank, die sogar über die gleiche Einlagensicherung verfügt. Angesichts der de facto Null-Zins-Phase kann man eigentlich nur zum Nachdenken aufrufen: Der aktuelle Preisaushang einer beliebig ausgewählten Sparkasse kommt schon einem Banküberfall der Bank auf die Kunden nahe. Obwohl die Bank auf der Kreditseite fast vier bis zwölf Prozent Zinsen nimmt, bietet sie auf dem Sparbuch nur 0,03 % Verzinsung an. Ähnliche Diskrepanzen gibt es bei vielen weiteren Filialbank-Dienstleistungen. Augen auf bei der Bankwahl kann viel Geld sparen oder das Plus an Zinsen und Rendite bedeuten.

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