Router-Sicherheit: Aktuelle Gefahren und Schutzmaßnahmen

Der Router ist heute das Gerät der Wahl, um zu Hause ein WLAN einzurichten. Allerdings hört man immer wieder davon, dass WLAN-Router auch benutzt werden können, um Schaden anzurichten. Zwar kann man sich gegen Angriffe nie zu hundert Prozent absichern, doch man kann es Eindringlingen erschweren, sich Zugang zum eigenen Netzwerk und zu sensiblen Daten zu verschaffen. Dazu muss man vor allem auf sichere Passwörter und regelmäßige Updates achten.

Passwörter und Verschlüsselung

Schafft es eine schädliche Software, Zugriff auf den Router zu bekommen, können zum einen persönliche Passwörter oder Kreditkarteninformationen gestohlen werden. Zum anderen kann der Router unbemerkt übernommen werden, um ihn beispielsweise einem sogenannten Botnet anzuschließen. Mit einem solchen Netz von oftmals tausenden Geräten können Cyberkriminelle beispielsweise die Server von großen Konzernen oder Dienstleistern attackieren. Diese werden solange mit Anfragen „bombardiert“, bis der jeweilige Server überlastet und für die Dauer der Attacke nicht mehr erreichbar ist. Um sich vor ungewollten Zugriffen zu schützen, helfen Passwort- und Verschlüsselungsmaßnahmen.

Dazu gehört das WLAN-Passwort, welches auf dem Router abgedruckt ist. Ein neues Passwort gibt man im Router-Menü ein; es ist im besten Fall möglichst lang und enthält sowohl Ziffern als auch Buchstaben. Außerdem sollte der Zugriff auf das Router-Menü verschlüsselt werden. Den Namen des Netzwerks kann man ebenfalls neu vergeben. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass der Name nicht leicht zu erraten ist. Nun muss das Netzwerk noch verschlüsselt werden. Aktuellster Standard ist die Verschlüsselungsmethode „WPA2 PSK“; ältere Methoden sollten möglichst nicht mehr genutzt werden. Wer die Firmware seines Routers außerdem durch regelmäßige Updates stets auf dem neuesten Stand hält, stellt damit sicher, dass eventuelle Sicherheitslücken schnell geschlossen werden können.

Vorsicht im Heimnetzwerk

Viele Router haben das sogenannte UPnP-Protokoll aktiviert, welches die automatische Kommunikation von vernetzten Geräten mit dem Router innerhalb eines Heimnetzes vereinfacht. Doch leider stellt es auch eine Schwachstelle dar, weshalb es in den Einstellungen abgeschaltet werden sollte. Bisher bieten laut PC-Magazin.de nur die Router von AVM eine Lösung für dieses Problem an. AVM stellt beispielsweise auch die unterschiedlichen Modelle der FRITZ!Box her, die mehrmals von Chip.de als Testsieger ausgezeichnet wurden und neben anderen gängigen Geräten in Onlineshops wie Cyberport erhältlich sind. Wer sein Heimnetzwerk aus der Ferne bedienen oder warten lassen möchte, muss ebenfalls vorsichtig sein. Denn einige Router verschlüsseln diese Verbindung nicht über SSL, das heißt, es wird keine sichere HTTPS-Verbindung hergestellt, sondern nur mit HTTP gearbeitet. Wenn der Router kein HTTPS ermöglicht, sollte man auf den Fernzugang verzichten.


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