Trinkwasser im Haushalt: So viel verbraucht man täglich

Mehr als 6.700 Wasserwerke in Deutschland sorgen dafür, dass die Haushalte des Landes Trinkwasser haben. Allein im Gebiet des Gubener Wasser- und Abwasserzweckverbandes (GWAZ) arbeiten täglich 13 Wasserwerke in einem über 633 Kilometer langen Trinkwassernetz auf Höchstleistung. Vergleicht man den Pro-Kopf-Verbrauch deutschlandweit, fällt auf, dass die Menschen in der Region sehr sparsam mit Wasser umgehen.

Brandenburger sind sparsam

Deutschlandweit nutzen Privathaushalte circa 3,5 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr. Das sind 3,5 Milliarden Liter. Das meiste Wasser nutzen sie für WC-Spülung, Duschen / Baden und Wäschewaschen. Im Schnitt werden täglich 122 Liter Wasser pro Kopf benötigt. Laut Statistiken zum Wasserverbrauch werden die Deutschen dabei immer sparsamer. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 126 Liter, 1990 sogar 147 Liter pro Tag. Dass die Deutschen weniger verbrauchen, liegt einerseits daran, dass das Umweltbewusstsein in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen ist. Zudem werden die Technologien für den Haushalt effizienter. So verbrauchen moderne Waschmaschinen heute zwischen 35 und 50 Liter Wasser, während sie vor 20 Jahren noch weit über 100 Liter schluckten.

Schaut man in den Bundesländervergleich, wird deutlich, dass es beim Wasserverbrauch große regionale Unterschiede gibt. Brandenburg liegt mit 108 Litern am Tag in den Top 5 der sparsamsten Bundesländer. An der Spitze stehen die Sachsen, die im Schnitt gerade einmal 86 Liter verwenden. Hamburger hingegen verbrauchen durchschnittlich 138 Liter.

Die Kosten steigen

Wie neueste Erhebungen zeigen, gibt es auch bei den Kosten für Trinkwasser starke regionale Unterschiede. In Brandenburg zahlt man fast 80 Euro Grundgebühr im Jahr und liegt damit weit über dem deutschen Durchschnitt (rund 71 Euro). Dafür ist das Entgelt, dass man zusätzlich und pro verbrauchtem Kubikmeter zahlt, überdurchschnittlich günstig. Unter dem Strich haben die Brandenburger knapp 201 Euro an Wasserkosten pro Jahr, während der deutschlandweite Durchschnitt bei 206 Euro liegt. Allerdings steigen die Kosten von Jahr zu Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass die Instandhaltung des Trinkwassernetzes mit modernen Technologien aufwendiger und teurer wird. In der letzten Ausgabe der Lausitzer Wasserzeitung (hier als PDF-Ausgabe) berichtet der GWAZ, dass allein 2015 mehr als 2,5 Millionen Euro in Netze und Anlagen investiert wurden. Im Bereich Trinkwasser setzte man 1,6 Millionen für Neubau- und Rekonstruktionsmaßnahmen an Hausanschlüssen, Kanalnetzen und Klär- sowie Abwasseranlagen ein.

Wie kann man Wasser sparen?

Wer seine Wasserkosten reduzieren und damit bares Geld sparen sowie die Natur schonen möchte, hat im Haushalt viele Möglichkeiten dazu. Rund 36 Prozent des Wassers wird im Badezimmer verbraucht. Hier stellt sich oftmals die Frage: Duschen oder Baden? Die alte Frage: Verbraucht man beim Duschen weniger als bei einem Vollbad? Eine pauschale Antwort gibt es dafür nicht, denn der Verbrauch hängt von vielen Faktoren ab: Wie viele Liter fasst die Badewanne, wie viel Wasser lässt ein Duschkopf pro Minute durch, wie lang ist die Duschzeit? In der Regel ist das Duschen aber sparsamer – vor allem mit einem Sparduschkopf. Und moderne Duschkabinen wie beispielsweise diese sind im Gegensatz zu einer Badewanne schnell eingebaut. Beim Händewaschen kann ebenfalls Wasser gespart werden, indem man für die Zeit des Einseifens den Hahn zudreht. Das klappt auch beim Duschen und verringert den Verbrauch um knapp 30 Prozent. Wer eine neue Waschmaschine kauft, sollte nicht nur auf das Energielabel, sondern auch auf den jährlichen Wasserverbrauch achten. Selbst eine Maschine mit dem Siegel A+++ kann überdurchschnittlich viel Wasser konsumieren.


Bildrechte: Flickr Tap Peter Werkman (www.peterwerkman.nl) CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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