Gas, Strom, Wasser – das kommt in Haus und Wohnung auf Sie zu

Es gibt vermutlich wenig, was die Gubener Bevölkerung so sehr eint, wie die Tatsache, dass sie Strom und Wasser und häufig auch Gas beziehen, wenn sie eine Wohnung oder ein Haus bewohnen. Doch was kommt an Kosten für die Verbraucher eigentlich zu? Dieser Beitrag hält einige Verbrauchertipps zu den genannten Fixkosten bereit.

1. Die Gasversorgung

Abbildung 1: Noch immer nutzen viele Verbraucher Gas, obgleich alternative Heiztechniken immer stärker verfügbar sind. Häufig ist diese Einstellung traditionell bedingt - ebenso wie der Erhalt alter Verträge.
Abbildung 1: Noch immer nutzen viele Verbraucher Gas, obgleich alternative Heiztechniken immer stärker verfügbar sind. Häufig ist diese Einstellung traditionell bedingt – ebenso wie der Erhalt alter Verträge.

Auch wenn der so sehr gefürchtete Gaspreis gerade in letzter Zeit fast unaufhörlich durch die Presse geistert, so gibt es doch nach wie vor zahlreiche Verbraucher, die auf Gas bauen. Alternativ haben sie sich in der Vergangenheit für Gas entschieden und da die Heizung noch funktionsfähig ist, denken sie nicht an einen Wechsel. Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft haben die Verbraucher zudem eine enge Bindung zu ihren Gaslieferanten (vgl. https://www.bdew.de/).

Die zuverlässige, sichere Lieferung, die Umweltverträglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Faktoren, die den Befragten in diesem Zusammenhang am wichtigsten war. Letztlich brachte eben diese Zufriedenheit den Gaslieferanten eine Zufriedenheitsquote von respektablen 92 Prozent ein. Vermutlich liegt auch darin die Wechselträgheit der Verbraucher begründet. Statt Angebote wie beispielsweise unter http://www.gaspreisvergleich.org/ unverbindlich zu prüfen, ob die Gasversorgung nicht auch günstiger erfolgen kann, wechseln nur die wenigsten und verschenken so jährlich wertvolles Geld.

Rechenexempel: Bei einem Durchschnittsverbrauch von 11980 kWh und einem Anbieter, der 6,76 Cent pro kWh verlangt, liegen die Gaskosten bei über 800 Euro im Jahr. In Anbetracht dieser Summe könnte das vermeintlich kleine Sparpotential von nur 0,5 Cent pro kWh aufs Jahr betrachtet bereits 60 Euro ausmachen.

2. Die Stromversorgung

Abbildung 2: Beim Stromanbieter zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim Gas: Nur wenige wechseln den Anbieter, obgleich es durchaus günstigere Alternativen gäbe.
Abbildung 2: Beim Stromanbieter zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim Gas: Nur wenige wechseln den Anbieter, obgleich es durchaus günstigere Alternativen gäbe.

Mit Blick auf die Stromanbieter zeigt sich ein ähnliches Bild: Die meisten Deutschen halten fest an ihrem Stromanbieter und blicken nur ungern nach links oder rechts, um ein günstigeres Angebot zu erspähen. Laut einem Bericht des deutschen Energievertriebs (http://www.deutscher-energievertrieb.de/) gibt es dafür ähnliche Gründe wie beim Gas: „Die Verbraucherzentralen haben die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen Hemmung haben, von ihrem Stadtwerk zu einem anderen Versorger zu wechseln. Das hat viel mit Tradition und Geborgenheit zu tun. Nach vielen Jahren problemloser Stromversorgung durch den Grundversorger fühlen sie sich dort sicher und mit ihm verbunden.“

Auch hier raten Verbraucherschützer dazu, einen unverbindlichen Preisvergleich durchzuführen. Online ist dieser mit der Angabe des Verbrauchs und der Postleitzahl möglich. Über die Marketing-Verführungen in Form von Sondertarifen, Boni oder Prämien informiert die Verbraucherzentrale ebenso wie über ganz praktische Möglichkeiten, einen Anbieterwechsel durchzuführen.

Rechenexempel: Im Jahr 2015 lag der durchschnittliche Strompreis bei 28,8 Cent pro kWh. Der Stromspiegel 2016 setzte folgende Richtwerte an:

  • Ein-Personen-Haushalt: 3000 kWh
  • Zwei-Personen-Haushalt: 3100 kWh
  • Drei-Personen-Haushalt: 3800 kWh
  • Vier-Personen-Haushalt: 4200 kWh
  • Fünf-Personen-Haushalt: 5200 kWh

Vor dem Hintergrund dieser Durchschnittswerte können Verbraucher vielleicht etwaige Umzugsoptionen dazu nutzen, um den Strompreis bei einem alternativen Anbieter anzufragen. So kann in den neuen vier Wänden mit einem neuen Anbieter gestartet werden.

3. Die Wasserversorgung

Abbildung 3: Die Wasserversorgung wird von regionalen Anbietern übernommen. Mit Blick auf den Deutschlandvergleich gibt es allerdings eklatante Preisunterschiede.
Abbildung 3: Die Wasserversorgung wird von regionalen Anbietern übernommen. Mit Blick auf den Deutschlandvergleich gibt es allerdings eklatante Preisunterschiede.

Im Jahr 2014 verbrauchte jeder deutsche Bundesbürger täglich etwa 130 Liter und das ist durchaus rekordverdächtig (vgl. http://www.planet-wissen.de/). Nur Luxemburg, Dänemark und die Slowakei gehen noch sorgsamer mit dem Wasser um und verbrauchen noch weniger. Von ungefähr kommt dieser sorgsame Umgang natürlich nicht. Dänemark und Deutschland zwingen ihre Bevölkerung förmlich dazu, zu sparen, denn der Wasserpreis ist hier am höchsten.

Ebenfalls spannend: Heute sind 99 Prozent der deutschen Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen, für die die jeweiligen Gemeinden Sorge tragen. Nur ein Prozent versorgt sich über einen Brunnen. Wie sich die Situation in Guben darstellt und in wie in Anbetracht steigender Wasserpreise Wasser gespart werden kann, zeigt dieser Beitrag.

Rechenexempel: Die Preise für Trinkwasser in Guben weist der GWAZ online aus: http://www.gwaz-guben.de/. Hier können Bewohner und Neubürger direkt nachschlagen, wie teuer die Wasserversorgung in Guben ist.

Abbildung 1: pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © jarmoluk (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: pixabay.com © bella67 (CC0 Public Domain)

 

 

 

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