Der Kreis Guben von 1816 bis 1945

Nach der Niederlage Napoleons wurden 1815 auf dem Wiener Kongreß einige
Gebiete in Deutschland unter den Fürstenhäusern aufgeteilt. Auch in
unserem Fürstentum trat ein Wechsel in der Landesherrschaft ein. Waren
bis zu dieser Zeit die sächsischen Wettiner unsere Landesherren, so wurde
jetzt dem König von Preußen die Markgrafschaft übertragen.

Die Niederlausitz kam als ein Teil zur neugegründeten preußischen
Provinz Brandenburg. Gleichzeitig wurde der alte Gubener Kreis halbiert. Aus
seinem südlich/südöstlichen Gebiet entstand der Landkreis Sorau.

Die südliche Grenze des Gubener Kreises verlief nun südlich von Horno
und nördlich von Sommerfeld.

Nach preußischem Brauch wurde die Verwaltung durch königliche Landräte
ausgeführt. Erster Landrat von Guben war Freiherr Ernst Wilhelm von Manteuffel.

Am Ende des 19. Jahrhunderts umfaßte der Kreis eine Fläche von etwa
1.076 Quadratkilometern die Stadt Fürstenberg und 107 Landgemeinden. Die
Stadt Guben bildete 1884 nach Erreichen der Einwohnerzahl von 25.840 einen eigenen
Stadtkreis. Im Kreis Guben lebten 43.289 Einwohner.

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