Heute, am erstmals europaweit stattfindenden Tag der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit übergab Carsten Jacob, Mitarbeiter des Gemeinsamen Technischen Sekretariates in Zielona Gora, in der Regionalen Kontaktstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober den Fördervertrag zum Projekt „Ausbau der Alten Poststraße – Entwicklung der grenznahen Verkehrsinfrastruktur in der Eurostadt Guben“ an den zweiten Stellvertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Guben, Klaus Schneider.

Der rechtsverbindliche Rahmen für die Umsetzung des vorerst letzten bedeutsamen Infrastrukturvorhabens der Stadt Guben in dieser Förderperiode im Rahmen des gemeinsamen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) –Brandenburg ist somit geschaffen. Insgesamt stehen für den Ausbau der Alten Poststraße Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung. Die geplanten Gesamtkosten belaufen sich auf 2,86 Millionen Euro.

Damit werden die Bemühungen im Rahmen der gemeinsamen Stadtentwicklungsziele der Städtepartner Guben und Gubin in der Euroregion weiter gestärkt und vor allem der Bereich an der Neiße infrastrukturell weiterentwickelt. Mit dem Ausbau der Alten Poststraße wird für Gubener und Gubiner und deren Gäste die Anbindung an prägende grenzüberschreitende Einrichtungen und Anlagen entscheidend aufgewertet und die Qualität der Straßeninfrastruk-tur deutlich verbessert. Dazu wird der Ausbau der kompletten Verkehrsanlage mit Straße und Gehwegen vorgenommen.

Dieses Projekt steht daher in unmittelbarer Verbindung mit den laufenden und bereits fertiggestellten grenzübergreifenden Vorhaben Wassertourismus, Grüner Pfad, Gestaltung der Neißeterrassen sowie Errichtung der Fußgängerbrücke Guben-Gubin.

Für die Doppelstadt Guben/ Gubin konnten in der gegenwärtigen Förderperiode 2007 – 2013 insgesamt rund 11 Millionen Euro aus dem gemeinsamen Programm zur grenzübergreifen-den Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg für die gemeinsame, investive Projektarbeit bereitgestellt und aktiv durch die Euroregion Spree-Neiße-Bober unterstützt werden. Das ist eine Quote, die sich sehen lassen kann, denn sie wiederspiegelt den gemeinsamen Willen beider Städte, an einem Strang zu ziehen und das gemeinsame Stadtbild qualitativ spürbar und nachhaltig zu verbessern.

Wichtig wird es für die nächsten Wochen sein, die Umsetzung dieses Projektes so zu forcieren, dass die zugesagten Fördermittel in einem überschaubaren Zeitfenster in Guben an-kommen. Dazu bedarf es eines umfangreichen Verwaltungsprozesses, der über mehrere Instanzen in Warschau mit der endgültigen Mittelüberweisung endet.
Hintergrund-Info: Dieses Projekt wird im Rahmen des „Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013“ gefördert. Dieses Programm ist eingebettet ist in das Förderziel „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ (sogenannte Ziel 3 Förderung der Europäischen Union im Zeit-raum 2007 bis 2013). Das Operationelle Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und den jeweiligen Eigenmitteln der Projektträger und Landesmitteln kofinanziert.

Von den 74 Millionen Euro, die dem brandenburgischen Fördergebiet im laufendem Pro-gramm zur Verfügung standen, konnten knapp 30 Millionen Euro in Projektbefürwortungen innerhalb des deutschen Teils der Euroregion Spree-Neiße-Bober gebunden werden.

Quelle und Foto: Stadt Guben
Auf dem Foto (v.l.n.r.): Klaus Schneider (Fachbereichsleiter und zweiter Stellvertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters bei der Stadtverwaltung Guben), Christine Schneider (Projektverantwortliche bei der Stadtverwaltung Guben), Carsten Jacob (Mitarbeiter des Gemeinsamen Technischen Sekretariates in Zielona Gora), Kathleen Markus (Euroregion Spree-Neiße-Bober in Guben) und Izabela Pantkowska (Euroregion Spree-Neiße-Bober in Gubin).

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