Geschichte

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Der Bismarckturm in Guben
Der Bismarckturm in Guben

Guben – Perle der Niederlausitz, Perle am Neißestrand, Stadt der Hüte und Tuche, Stadt der Gärten und der Blüten – diese und anderer Synonyme, die man der Stadt in ihrer jüngeren Geschichte gab, kündeten vom Fleiß und vom Stolz, vom liebenswerten Lokalpatriotismus, von den Existenzgrundlagen ihrer Bürger, zugleich aber auch von der Schönheit des alten Guben.

In der Tat, die angenehme, wald- und wasserreiche Umgebung, ihre Einbettung zwischen den Neißebergen und den Kaltenborner Bergen, beides eiszeitliche Staumoränenzüge, deren Hänge schon seit altersher zum Wein- und Obstbau genutzt wurden, verliehen der Stadt einen bestimmten Reiz und ließen sie ausgangs des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsziel werden. Jedes Jahr zur Obstbaumblüte zog es tausende Ausflügler hierher.

Erstmals 1909 brachte ein Sonderzug Gäste aus Berlin nach Guben. Berühmt waren die Gubener Gartenlokale und der Gubener Apfelwein, der übrigens neben Tuchen und Hüten zu den Exportartikeln der Stadt gehörte.

Traubenwein wurde seit dem 13. Jahrhundert bis in das 19. Jahrhundert hinein angebaut und gekeltert. Das Zentrum des Weinbaus lag in der Crossener Vorstadtgelände der Gubener Berge. Eine Reihe von Straßennamen wie Winzerstraße, Henzenzgasse oder Renschgasse erinnerten früher an bestimmte Familien und Örtlichkeiten des Weinbaus. Dieser bildete dann jahrhundertelang eine wichtige Erwerbsquelle und Grundlage bescheidenen Wohlstandes der Gubener Bürger.

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